Nachbarschaftsladen Naunynstrasse

unsere Arbeit in Kreuzberg und Umgebung

TOTENSONNTAG 25. November 2012

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   Unser Itchy ist am Sonnabend, dem 24.11.2012 für immer eingeschlafen –

 

Nachruf auf Itchy Garibaldi, Fredersdorf, † 24.11.2012

Nun ist er nicht mehr.

Beinahe so unauffällig wie er gekommen war, ist er wieder aus unserem Leben gegangen. Die Rede ist von Itchy, dem alten Kater, der uns seit mehr als vier Jahren im Garten mit seiner Anwesenheit beehrte und einfach dazu gehörte. Am Totensonntag 2012 haben wir ihn in einer Holzkiste der Erde zurückgegeben. Wir wussten schon länger, dass es ihm nicht gut geht, der Besuch beim Tierarzt, nach der Zahnoperation, ergab schlechte Nieren-, Harnstoff- und Blutzuckerwerte. Brav hat der Kater danach sein Diätfutter gefressen, aber so richtig hat er sich nicht mehr erholt. In der letzten Woche fraß er immer weniger und auch das ersatzweise angebotene frisch gekochte Huhn und frisches Fleisch änderte nichts mehr. Am Freitagabend ging es ihm gar nicht gut, er war sehr wacklig auf den Beinen. Am Samstagmorgen machte er bei Nachbar Mamel auf sich aufmerksam und konnte ins Haus. Dort ist er dann für immer eingeschlafen.

In den vergangenen Jahre haben wir uns sehr an ihn gewöhnt. Ob Sommer oder Winter, Itchy war jeden Tag im Garten und wartete auf uns. Im Herbst 2008 hatte das seinen Anfang genommen, er saß verletzt vor der Hütte und ließ sich einfangen. Wir brachten ihn ins Tierheim Berlin, dort wurde ihm unbürokratisch geholfen und nach der Genesung, einige Wochen später, konnten wir ihn abholen und wieder in sein altes Revier bringen. Von da an gehörte er dazu, wurde täglich mit Futter versorgt. An der Stelle ein ganz dickes Lob an Baumi, der jahrelang, bei Wind und Wetter, zu allen Jahreszeiten, zuverlässig wie ein Uhrwerk für Itchy da war, ihn mit Futter und Streicheleinheiten versorgte und nur frei hatte, wenn wir am Wochenende und im Urlaub auf dem Grundstück waren.

Man weiß nicht, woher Itchy kam, seit wann er unsichtbarer Untermieter bei uns war. Zu Beginn konnte man nur vermuten, dass es ihn gab, er war nur als Schatten wahrnehmbar. Manchmal kam er nachts, im warmen Sommer, fast unbemerkt wie im Traum, durch das offene Fenster in die Laube, um sich am Futternapf von unserem Wohnungskater Bibo zu bedienen. Wir konnten nur erahnen, dass es eine unsichtbare Wildkatze gab, die von unserem Stubentiger immer wieder verscheucht wurde. Die Beiden wurden nie gute Freunde, aber Itchy hat sich durchgesetzt, da konnte Bibo fauchen wie er wollte, der Neue hatte Bleiberecht, die beiden mussten sich das Grundstück teilen und gingen sich, so weit es ging, aus dem Weg.

Mit der Zeit wurde Itchy, den wir anfangs, als unbekannten Wildkater, Garibaldi nannten, immer zutraulicher und friedfertiger. Bei der guten Versorgungslage wurde er auch bald runder und ruhiger, man konnte ihn auch ohne Übertreibung „mein Dicker“ nennen. Doch er war immer noch sportlich genug, um auch mal eine Ratte zu fangen und als Präsent vor die Tür zu legen. Er war mutig und ein großer Kämpfer, wenn es sein musste, konnte er auch einen großen Hund einschüchtern. Wenn es ihm so gut ging, hatte er auch nichts dagegen, dass sich Vögel und Igel an seinem Futternapf versorgten. Auf seine alten Katzentage konnte er die Gewissheit haben, nicht mehr hungern zu müssen.

Im Sommer ging es ihm meistens sehr gut, aber in der kalten Jahreszeit hatte er es um so schwerer. Auch wenn er inzwischen seinen eigenen Wohnwagen mit Katzenklappe hatte, es konnte im Winter sehr kalt werden und wir machten uns oft Sorgen um ihn. Aber Itchy hatte Talent und Charme, er schaffte es, von den Gartennachbarn im neu gebauten Haus zusätzlich versorgt zu werden. Das Katzenglück dieser Welt muss nahezu perfekt gewesen sein, wenn er die moderne Errungenschaft einer Fußbodenheizung auskosten konnte.

Wir werden ihn vermissen, nach dem Grillen hatten wir immer Spaß, wenn es hieß „Itchy komm, wir machen Männer wegbringen“ und er wie ein braver Hund mit bis zum Gartentor kam und die Gäste verabschiedete. Er wusste, was sich gehört, hatte Stil und wir haben dazu gelernt und wissen dank seiner nun auch um den Unterschied: Hunde haben ein Herrchen, Katzen haben Personal.

Er hat sich angeboten, wir durften Gutes tun und er hat es gedankt, hat uns immer Freude gemacht, war unser guter Geist und ohne ihn fehlt etwas, ist Leere und Trauer, unglaublich, was so ein kleines Tier bewirken kann.

Es passt zur Jahreszeit, sein Timing für den Abschied war perfekt und schon jetzt weiß ich, dass im Frühling, wenn wieder die Gartensaison beginnt und wir das Tor aufmachen, kein Itchy auf uns wartet, uns anmautzt und lange Katzengeschichten erzählt. Wir werden noch oft von ihm erzählen und noch öfter an ihn denken. Vielleicht stimmt es und tröstet uns, er ist unsterblich, solange wir uns an ihn erinnern.

 

   und am Totensonntag haben wir ihn ins Grab gelegt.

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NEU IM RATHAUS 16. Mai 2012

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HUNDEHIMMEL FÜR IGOR 3. April 2009

Filed under: Tiere — naunynstrasse @ 13:39

IGOR ist jetzt auf der anderen Seite

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Ein halbes Jahr lang hatten wir für Igor einen exclusiven Begleitservice eingerichtet und sind wochentags mit ihm spazieren gegangen. In dieser Zeit haben wir uns aneinander gewöhnt und Igor wurde so etwas wie unser guter Stern und Maskottchen. Der Hund war alt und krank, in den letzten Wochen wurden die Ausflüge immer kürzer und er hatte große Probleme die Treppen hoch zu laufen. Für sein Frauchen stellte sich die Frage, ob es besser wäre, ihn einschläfern zu lassen, bevor sein Leiden immer schlimmer wird. Igor hat ihr die Last der Entscheidung genommen. In der Nacht vom Montag zum Dienstag ist er ruhig eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht.

Wenn es einen Himmel für Hunde gibt, dann ist ein ganz liebes Tier dort neu aufgenommen worden.

 

Garibaldi three 15. Oktober 2008

Filed under: Tiere — naunynstrasse @ 19:12

Garibaldi wieder frei und gesund

die Augenoperation ist gut überstanden, der Katzenschnupfen kuriert und einen guten Appetit hat er auch

. . . übrigens, man nennt ihn jetzt auch ITCHY

 

Garibaldi Two 29. September 2008

Filed under: Tiere — naunynstrasse @ 21:29

Hife für verletzten Kater

Dem armen Kater muss geholfen werden. Das verletzte Auge wird nicht besser.

Um ihn zu fangen holen wir vom Tierheim eine Futterfalle.

In den Käfig legen wir frisches Fleisch als Köder und dann heisst es warten . . .

. . . bis der kranke Kater gefangen ist.

Im Tierheim Berlin wird das Tier vom Arzt fürsorglich untersucht, das Auge gesäubert und versorgt. Am nächsten Tag erfahren wir per Telefon, das Auge muss operiert werden, wenn in zehn Tagen die Fäden gezogen werden und bis dahin keine Komplikationen auftreten, dann können wir Garibaldi abholen und in sein altes Revier zurück bringen.

Wir danken dem Tierschutzverein Berlin für die schnelle und unkomplizierte Hilfe. Mit einer Spende werden wir diese aktive Tierliebe unterstützen und wer auch helfen will, der Link Hilfe für Tiere führt zur Internetseite http://www.tierschutz-berlin.de.

 

Begleitdienst 26. September 2008

Filed under: Tiere — naunynstrasse @ 19:23

Igor, unser neuer Kunde

ist eine ganz liebe Promenadenmischung und müßte jeden Tag seine Runde machen. Ein Hund sollte täglich raus kommen.

Für Igor ist das keine Selbstverständlichkeit, an den Bäumen schnuppern, seinen Geschäften nachgehen, ein wenig Bewegung haben. Sein Frauchen ist nicht mehr so gut zu Fuss, mit dem Rollator kann sie das Nötigste besorgen, das regelmäßige Gassigehen mit Igor fällt ihr manchmal doch schwer. Gibt es in der Naunynstrasse vielleicht einen Begleitdienst für Hunde? Der Nachbarschaftsladen Naunynstrasse 65 hilft. Von Montag bis Freitag können wir den Begleitservice für Igor organisieren – wir suchen noch Hilfe für Sonnabend/Sonntag, jemand der im Naunynkiez zu Hause ist und mit Igor eine halbe Stunde um die Häuser ziehen kann. Über einen Anruf unter 030 – 77 90 30 14 oder email nachbarschaft.xberg@gmail.com würden wir uns freuen.

 

Aktion Garibaldi 25. September 2008

Filed under: Tiere — naunynstrasse @ 20:02

Auch Freiheitskämpfer brauchen eine Auszeit!

Wer ist Garibaldi?

Ein italienscher Freiheitskämpfer, der es in schweren Zeiten auch nicht immer leicht hatte – und Namenspatron für einen streunenden, unkastrierten Kater in Fredersdorf bei Berlin. Garibaldi, der Name hat lautmalerisch Klang, hat was vom Comic-Kater-Garfield und man kann auch assozieren ein „gar garstig Kater“. Keiner mochte ihn besonders, er war sehr scheu, sah auch nicht umwerfend aus, war kurzbeinig, krummbeinig, nicht sehr gepflegt, hatte immer Hunger und wurde viel gescheucht, aber er war unabhängig, er kam und ging, wann er wollte und mußte sich immer durchsetzen. Wie man sich vorstellen kann, geht das nicht immer ohne Plessuren ab und als man ihn das letzte mal sah, sah er überhaupt nicht gut aus. Er humpelte, eigentlich ging er nur noch auf drei Pfoten, aber besonders schlimm hatte es ihn am Auge erwischt.

Und von alleine wird das auch nicht besser. Im Gegenteil, nach drei Tagen war das Auge ganz zu und ein einäugiger Kater ist auch keine Attraktion. Und das in einer Zeit, wo die Katzen der Umgebung rollig sind und die Konkurrenz unter den vierbeinigen Bewerbern besonders hart ist. Was kann man da tun? Soll sich da der Nachbarschaftsladen Naunynstrasse drum kümmern?